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Elektronikstudium neu: Die Welt von morgen mitgestalten

"Wer die Technik beherrscht, beherrscht die Welt", könnte man überspitzt formulieren: Das dachte man sich auch an der FH Technikum Wien - und hat das dortige Elektronikstudium neu aufgestellt.

Elektronik begleitet uns heutzutage auf Schritt und Tritt.  SN/Fxquadro - stock.adobe.com
Elektronik begleitet uns heutzutage auf Schritt und Tritt.

Smartphones, Fernseher, Computer, E-Autos und Windkraftanlagen - Elektronik ist heutzutage beinahe nicht mehr aus dem Lebensalltag wegzudenken. An der Fachhochschule Technikum Wien (FHTW) wird den Elektronikfachkräften von morgen zu akademischem Niveau verholfen: "Am Technikum stehen wir seit unserer Gründung für Elektronik. Wer sich die heutige Welt ansieht, merkt schnell, dass unser ältester Studiengang alles andere als alt aussieht", sagt Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der FHTW: "Kaum ein Bereich entspricht so sehr unserem Claim ,Change our tomorrow'."

Nun wird das Gründungsstudium einem Update unterzogen - im Rahmen dessen werden vier neue Bachelorstudienzweige angeboten, die wahlweise ein Vollzeit- oder berufsbegleitendes Studium ermöglichen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: "Wir haben den Studiengang an die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen angepasst und decken mit den Studienzweigen ein breites Themenfeld ab", meint Studiengangsleiter Peter Rössler. "Unsere Absolventinnen und Absolventen bringen solide Elektronikkompetenzen samt Zusatz-Skills mit und gehören zu den gefragtesten technischen Fachkräften."

Das sind die vier Studiengänge beim Elektronikstudium auf der FHTW

Die Entwicklung elektronischer Systeme, ergänzt um Kenntnisse der Informatik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Persönlichkeitsbildung sind allen Studierenden gleich - Vertiefungen kann man sich beispielsweise in den Sparten Hardware-Entwicklung oder nachhaltiger Energietechnik widmen.

Das überarbeitete Studienprogramm fokussiert sich auf aktuell stark nachgefragte Bereiche:
"Embedded & Cyber-Physical Systems" behandelt die Computersysteme, die in alltäglichen Gebrauchsgegenständen zu finden sind. Auto, Waschmaschine oder Kreditkarte verfügen alle über eingebettete ("embedded") Systeme - solche werden vor allem auch im industriellen Bereich, wie der Medizintechnik, genutzt.

"Internet of Things & Smart Infrastructure" alias "Das Internet der Dinge" hält Einzug in Gebäude, Industrieanlagen und Städte: Nach der Elektronik-Basisausbildung stehen in diesem Studienzweig die Grundlagen zur Realisierung von smarten Lösungen in diversen Applikationen auf dem Plan. Dazu gehört beispielsweise das Know-how im Bereich der Kommunikationstechnik, Informatik und Automatisierungstechnik.

"Power Electronics & nachhaltige Energietechnik": Die Energie bildet den Fokus dieses Studienzweigs. Nach der Grundausbildung werden Themen wie Energiesysteme, Energieumwandlung, E-Mobilität oder Leistungselektronik fokussiert.

"Wirtschaft und Entrepreneurship" behandelt Managementkompetenz und technisches Fachwissen in Kombination. Die Studierenden werden auf Führungsaufgaben und Herausforderungen im Unternehmertum vorbereitet.

Die neuen Elektronik-Studienpläne der FHTW treten mit dem Studienjahr 2023/24 in Kraft. Eine Bewerbung ist bereits möglich.

Gegen den Fachkräftemangel: Bachelorstudiengang Maschinenbau

Auch im Bereich der Maschinenbauerinnen und Maschinenbauer ist der Fachkräftemangel spürbar. Der Fachverband Metalltechnische Industrie will diesem ebenfalls entgegenwirken und übernimmt die Kosten für zehn Studienplätze im Bachelorstudiengang Maschinenbau an der FH Technikum Wien. In Summe sind das 100.000 Euro pro Jahr, die dafür genutzt werden sollen, weitere Fachkräfte für die Branche zu gewinnen: "Um der starken Nachfrage nach hoch qualifizierten Maschinenbauingenieurinnen und -ingenieuren gerecht zu werden, ist es uns ein großes Anliegen, auch abseits der Bundesförderung über externe Finanzierung zusätzliche Studienplätze bereitstellen zu können", sagt Florian Eckkrammer, Geschäftsführer der FHTW.

Im Bachelorstudiengang Maschinenbau sollen die Studierenden in sechs Semestern das nötige Wissen beigebracht bekommen, um den Herausforderungen der Branche entgegentreten zu können. Neben der Vermittlung ingenieurwissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Grundlagen liegt der Schwerpunkt des Studiums auf den Bereichen Konstruktion und Fertigung. "Die Digitalisierung, die mittlerweile fast alle Branchen erobert hat, ist ebenso allgegenwärtig, denn innovative, kreative und mit digitaler Kompetenz ausgestattete Maschinenbauingenieurinnen und -ingenieure werden am Arbeitsmarkt mehr gebraucht denn je", erklärt Studiengangsleiter Patrick Eisner. Bereiche wie Robotik oder Automatisierung seien auch in diesem Fall nicht mehr wegzudenken.

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