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Bis hierher und nicht weiter

Distanzzonen im Berufsleben sollten eingehalten werden. Werden sie missachtet, helfen einige Tricks.

Begrüßung und Abstand sind vor allem in Pandemiezeiten mit Fragezeichen behaftet.  SN/fizkes - stock.adobe.com
Begrüßung und Abstand sind vor allem in Pandemiezeiten mit Fragezeichen behaftet.

Die Coronapandemie hat uns Social Distancing verordnet, das Abstandhalten zu anderen Menschen oder gleich das Zuhausebleiben, um mögliche Ansteckungen mit dem Virus zu vermeiden. Im Homeoffice stellt sich die Frage gar nicht, doch kaum kommen Mitarbeitende wieder an ihren gewöhnlichen Arbeitsplatz zurück, fühlen sich viele unbehaglich.

Oft ist nicht klar, wie nahe man sich noch kommen soll

Beim Grüßen werden wieder die Hände geschüttelt, wobei es sehr üblich geworden ist, sich auf ein Nicken mit oder ohne freundliche Geste zu beschränken.

Bei den Distanzzonen herrscht mehr Unklarheit. In vielen Unternehmen halten die Beschäftigten schon automatisch mehr Abstand untereinander. Manche, die früher schon anderen sehr nahe gekommen sind, tun dies auch jetzt - und lösen damit Unwohlsein bei ihrem Gegenüber aus.

Was tun für mehr Abstand bei Unbehagen?

Auf die Frage, was man in dieser Situation am besten tut, rät Benimm-Coach Elisabeth Motsch, taktvoll für mehr Distanz zu sorgen. "Ein Schritt nach hinten hilft meistens nicht, weil der andere wieder nachrückt. Nehmen Sie stattdessen etwas in die Hand, zum Beispiel eine Mappe. Oder Sie bieten dem anderen einen Platz an und nützen den Tisch als Barriere", führt die Salzburgerin aus. Auch ein Schritt zur Seite hilft, um sich nicht mehr frontal gegenüberzustehen. Wichtig ist, den Blickkontakt zu halten. Es kann auch nötig sein, einen Fuß mindestens eine Fußlänge vor den anderen zu stellen. Diese Grenze überschreitet kaum jemand.

3 Distanzzonen kann man unterscheiden

Grundsätzlich gehe man von drei Distanzzonen aus, so Motsch. Die intime Distanz reicht bis auf 60 Zentimeter. Die persönliche Distanz ist in unseren Breiten etwa ein Meter Abstand zur nächsten Person, damit sich jeder wohlfühlt - wegen der Pandemie auch bis zu zwei Meter. Vorgesetzte vermitteln eine gewisse Bevorzugung, wenn sie an einzelne Mitarbeiter näher herantreten. Verhandlungen mit Kunden und unpersönliche Angelegenheiten werden idealerweise in einer Entfernung zwischen eineinhalb und drei Metern abgewickelt.

Buchtipp: "Der Benimm-Code", Elisabeth Motsch und Doris Schulz, Trauner Verlag, 2021.

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