Freizeit & Gesundheit

Urlaub als Selbstständiger - 6 Tipps für die Planung des Urlaubs

Auch Selbstständige wollen einmal von der Arbeit abschalten und entspannen. Mit diesen 6 Tipps steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege.

Auch Selbständige haben ein Recht auf Urlaub. Wichtig ist die Organisation.  SN/lichtmeister - stock.adobe.com
Auch Selbständige haben ein Recht auf Urlaub. Wichtig ist die Organisation.

Das Thema Urlaub steht inzwischen ja das ganze Jahr über auf der Prioritätenliste. Doch was bei normalen Arbeitnehmern relativ einfach ist, kann für Selbstständige schnell zum Problem werden. Schon rein finanziell: Denn es gibt nicht nur kein Urlaubsgeld, gerade bei Ein-Personen-Unternehmen (EPU) fällt dann auch noch der gesamte Umsatz aus. Gerade in den ersten Jahren eines Unternehmens ist es für Selbstständige schwer, sich von der Arbeit zurückzuziehen und in den Urlaub zu fahren. Für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist es aber enorm wichtig, sich Zeit zu nehmen, um die Batterien wieder aufzuladen und nicht die Arbeit einfach mitzunehmen. Einige Tipps für Selbstständige:

Tipp 1: Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich

Einer der Vorteile und auch für viele ein Grund, selbstständig zu werden, ist, sein eigener Chef zu sein. Doch die Freiheiten, die damit verbunden sind, nehmen viel zu wenige wahr. Als Selbstständiger hat man nur Zeit, wenn man sie sich bewusst nimmt. Zudem verleitet der innere Antrieb und die Leidenschaft dazu, sich voll und ganz der Firma zu widmen. Urlaub fängt jedoch im Kopf an.

Tipp 2: Anstehende To-dos planen und verteilen

Basis jedes erholsamen Urlaubs ist eine gute Planung. Reisen über mehrere Tage bzw. Wochen sollten idealerweise schon langfristig festgelegt und somit auch in der Jahresplanung berücksichtigt werden. Aber auch kurzfristige Trips sind für Selbstständige durchaus möglich. Hier hilft ein umfassender Überblick und ein gutes Aufgabenmanagement. Welche Aufgaben, Zahlungen und Fristen stehen an und welche davon sind dringend und somit vor dem Urlaub zu erledigen?
Eine To-do-Liste inklusive Priorisierung ist hierfür ein altbewährtes Instrument. Man sollte sich bei jedem Punkt fragen, ob die Aufgabe nicht auch delegiert werden kann. Viele Selbständige glauben, dass sie unersetzbar sind und alles selbst erledigen müssen. Dem ist aber nicht so.

Tipp 3: Eine passende Vertretung suchen

Eine gut vorbereitete Urlaubsvertretung nimmt viele Sorgen ab. Alle Aufgaben, die zu erledigen sind, sollten in Ruhe mit der Vertretung durchgegangen werden. Zu besprechen sind möglichst alle Eventualitäten, etwa dringende Kundenanfragen. Dafür müssen der Handlungsspielraum für die Vertretung festgelegt und Situationen definiert werden, in denen man doch lieber kontaktiert werden will. Je ausführlicher die Übergabe und klarer die Kompetenzen, desto problemfreier verläuft die Urlaubsabwesenheit. Für Ein-Personen-Unternehmen ohne Mitarbeiter ist es schon etwas kniffliger, es gibt aber auch hier Möglichkeiten, etwa Büroservice-Plattformen, wo professionelle Vertretungen zu finden sind. Sollte ein reiner Büroservice nicht genügen, weil man zum Beispiel für dringende Support-Anfragen der Kunden zur Verfügung stehen muss, dann sind Urlaubskooperationen eine interessante Möglichkeit. Das braucht ein vertrauenswürdiges Partnerunternehmen aus der Branche, das die Kunden während des Urlaubs bei Bedarf servicieren kann. Das Gleiche kann dann auch umgekehrt funktionieren.

Tipp 4: Über die Abwesenheit informieren

Auch wenn es eine Vertretung gibt, sollten besonders wichtige Stammkunden und Partner, mit denen man aktuell in Verhandlungen oder gemeinsamen Projekten steckt, über die Abwesenheit informiert werden. Das entlastet nicht nur die Vertretung, sondern zeigt auch Wertschätzung gegenüber den Kunden und Partnern. Auch als Selbstständiger muss man nicht immer da sein. Jeder hat Verständnis dafür, dass auch ein Selbstständiger Urlaub braucht und für ein paar Tage nicht erreichbar ist. Bevor man das Büro dann endlich verlässt, sollte noch eine möglichst freundliche, aber kurze Abwesenheitsnotiz im E-Mail-Client eingestellt sein. Für wichtige Anfragen sollte auf die Vertretung verwiesen und im E-Mail-Programm eine automatische Weiterleitung eingerichtet werden. Und: Auch die Mobilbox nicht vergessen. Der Zeitpunkt der Rückkehr sollte klar sein, damit die Kunden wissen, ab wann man wieder für ihre Anliegen da ist.

Tipp 5: Die Erreichbarkeit im Urlaub klären

Sich ganz vom Unternehmen abzukapseln ist meist als Selbstständiger nicht möglich. Eine gewisse Erreichbarkeit muss gewährleistet werden. Zu klären sind vorab die Voraussetzungen wie Internetzugang und Roamingkosten und Klarheit bezüglich der Kontaktmöglichkeiten. Um den Erholungsfaktor im Urlaub aber nicht zu trüben, sollten auch für einen selbst klare Regeln festgelegt sein. So lassen sich fixe Zeiträume im Urlaub einplanen, in denen das Handy eingeschaltet und man erreichbar ist. In dieser Zeit werden auch diverse E-Mails abgearbeitet. Wichtig ist dabei, zu sich selbst streng zu sein und diese Zeiten genau einzuhalten. Außerdem sollte nur das Wichtigste abgearbeitet werden.

Tipp 6: Networking nicht vergessen

Trotz Freizeit kann das Unternehmen dennoch vom Urlaub des Chefs profitieren. Schließlich eignet sich auch der Urlaub ideal fürs Netzwerken, ergeben sich doch einige Kontaktmöglichkeiten dazu. Da nützt der Austausch mit anderen Reisenden sowie mit Einheimischen. Im Flugzeug, im Hotel, am Strand oder am Abend in einem Restaurant - Kontaktpunkte gibt es viele. Dabei sollte das Geschäftliche nicht im Vordergrund stehen, schließlich ist ja Urlaub. Neue Kontakte können später durchaus von Interesse sein. Zum anderen lassen sich gute Stammkunden oder Geschäftspartner pflegen, indem man Urlaubsgrüße schickt. Mit einer zuvor erstellten Verteilerliste ist das in wenigen Minuten geschehen, der Effekt jedoch sehr groß. Aber: Zu achten ist auf ein der Branche angemessenes Verhalten. Fotos mit zu viel Haut oder Alkohol sollten vermieden werden. Am besten ist ein Foto einer örtlichen Sehenswürdigkeit oder der Landschaft mit einem netten Gruß.

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