Fort & Weiterbildung

Nachhaltige Unternehmenskultur - neue Weiterbildung an der FH

Eine neue Weiterbildung der FH Salzburg vermittelt Fachwissen zum umweltfreundlichen Wirtschaften.

Mit der neuen Weiterbildung an der FH Salzburg soll ein ressourcenschonender und umweltfreundlicher Unternehmensstil vermittelt werden. SN/istock/cecilie_arcurs
Mit der neuen Weiterbildung an der FH Salzburg soll ein ressourcenschonender und umweltfreundlicher Unternehmensstil vermittelt werden.

Ob biologisch abbaubare Verpackungen, wiederverwendbare Materialien oder der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen: Das Thema der umweltfreundlichen Unternehmensführung erfährt angesichts eines sich allmählich etablierenden Bewusstseins für Umweltprobleme ein steigendes Interesse.

Weiterbildung - umweltfreundliche Betriebswirtschaft

In ebendiese Kerbe schlägt nun die frisch ins Leben gerufene Weiterbildung zum "Circular Economy"-Spezialisten der Fachhochschule Salzburg.
In fünf Modulen und etwa acht Monaten sollen mit dem Programm ab November dieses Jahres Experten in Sachen umweltfreundlicher Betriebswirtschaft ausgebildet werden. Inhalte der Module werden unter anderem das Umsetzen einer der Umwelt gegenüber verantwortungsbewussten Betriebswirtschaft und Führung sowie die Grundlagen für die Gestaltung einer Kreislaufwirtschaft sein. "Die derzeit bestehende Wirtschaft ist sehr stark an Profit orientiert. Dieses Denken wird uns mehr und mehr zum Verhängnis", erklärt Christine Vallaster, Professorin an der Fachhochschule und Gründerin des Weiterbildungsprogramms, "es entstehen Probleme wie ein zu hoher Ressourcenverbrauch, Klimawandel, Verlust der Biodiversität und viele mehr, deren Lösung nachfolgenden Generationen aufgelastet wird."
Ein Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bzw. "Circular Economy" sei daher dringend notwendig. Die Bezeichnung "Kreislaufwirtschaft" bezieht sich dabei auf das Wiederverwenden von Ressourcen - statt immer neuen Abfall zu produzieren.

"Menschen, die die Gesellschaft verändern wollen"

Die Zielgruppe der Weiterbildung sind Personen mit einer Hochschulreife, die seit mindestens zwei Jahren berufstätig sind. Ein vorheriges Studium wird nicht vorausgesetzt. "Wir gehen davon aus, dass die Weiterbildung Menschen unterschiedlichster Art interessiert. Und zwar diejenigen, die sich Problemen wie Rohstoffthematiken, sozialen Themen, Klimakrise und Migrationswellen bewusst sind und in unserer Gesellschaft etwas grundlegend verändern wollen", beschreibt Vallaster.

Ziel der Weiterbildung

Die Weiterbildung solle grundlegende Kenntnisse für neue Geschäftsmodelle vermitteln, bei denen nicht ausschließlich profitorientiert gearbeitet werde, sondern auch mit sozialem Verantwortungsbewusstsein. "Solche Unternehmen schaffen einen sozial-ökologischen Wert." Im Sinne der Nachhaltigkeit sei es nur logisch, den wirtschaftlichen Erfolg mit dem Wert für die Umwelt und nicht zuletzt für den Menschen zu kombinieren, "dieses Verständnis hat sich nur leider noch lange nicht durchgesetzt".

Die Kreislaufwirtschaft im Lebenslauf

Vallaster will mit der Weiterbildung die Möglichkeit schaffen, sowohl das eigene Unternehmen aufzurüsten als sich auch für spezielle Positionen in Firmen zu qualifizieren oder sich selbstständig zu machen. Einige Unternehmen, auch in Salzburg, seien bereits auf den Zug Kreislaufwirtschaft aufgesprungen, "so entstehen nicht nur nachhaltige Produkte, sondern auch entsprechende berufliche Positionen". Für Unternehmen sei die Investition in die Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. "Es gibt eine wachsende Zielgruppe, die sich dessen bewusst ist, dass sie ihre Umwelt mit ihrem Konsumverhalten entscheidend mitgestaltet." Ein wichtiges Ziel der Wirtschaft müsse darin liegen, auch die breite Masse für nachhaltige Produkte zu begeistern. Vier Unternehmen sind Kooperationspartner der Weiterbildung, die Brückner group gmbH aus Siegsdorf, die Fairmittlerei aus Wien, Lenzing aus dem gleichnamigen Ort und Werner & Mertz aus Hallein. Sie sollen zeigen, wie die erlernte Theorie in die Praxis umgesetzt wird. Insbesondere setzt Vallaster auf die Vernetzung innerhalb der Weiterbildung. "Häufig entstehen genau dadurch Innovationen, dass sich die richtigen Personen treffen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen."

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