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Lerntrends der Zukunft - Wie lernt man im digitalen Zeitalter?

Wie lernen oder bilden sich Mitarbeiter im digitalen Zeitalter weiter? Welche Lerntrends uns in der Zukunft erwarten erfahren Sie hier.

Durch die Digitalisierung hat sich auch das Lernverhalten verändert.  SN/shutterstock - wavebreakmedia
Durch die Digitalisierung hat sich auch das Lernverhalten verändert.

Das Anhäufen von Wissen war gestern. Zukünftig geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen, Komplexität zu reduzieren und lebenslanges Lernen als eigene Weiterbildungsdisziplin zu verstehen. Vor diesem Hintergrund hat sich Astrid Kleinhanns-Rollé, Managing Director der WU Executive Academy, angesehen, welche zentrale Rolle die digitale Kultur eines Unternehmens dabei spielen wird und welche die wichtigsten Lerntrends der Zukunft sind:

1. Lerntrend: Individualität

Geschwindigkeit ist für Unternehmen in einem Umfeld, das sich radikalen Änderungen gegenübersieht, zum entscheidenden Kriterium geworden, und das gilt auch für das Lernen. Die Angebote müssen daher nicht nur stets auf dem neuesten Stand sein, was dank der technischen Möglichkeiten einfacher wird, sondern auch genau an die individuellen Bedürfnisse der Lernenden angepasst angeboten werden. Lernen auf Vorrat funktioniert zukünftig nicht mehr. "Wir müssen Angebote setzen, die Menschen darauf vorbereiten, jeden Tag neue Herausforderungen zu meistern", sagt Kleinhanns-Rollé.

2. Lerntrend: Lehrende werden zu Begleiter und Unterstützer

Motivation und Begeisterung sind ein Kernfaktor beim Lernen der neuen Art. Die Maßnahmen müssen so gestaltet sein, dass sie von Mitarbeitern als sinnvoll und nützlich für ihre persönlichen Herausforderungen erachtet werden. Dort, wo Lernende sich abgeholt fühlen und an ihre bisherigen Erfahrungen anknüpfen können, da wird auch der Anker gesetzt, um Motivation, Begeisterung und Freude am Lernen und Ausprobieren zu wecken. Wichtig ist dabei auch, dass die Menschen beim Lernen begleitet werden. Im Online- oder Offlinelernraum kann das durch die Vortragenden passieren, die nicht mehr Lehrende im klassischen Sinn sind, sondern vielmehr Begleiter und Unterstützer.

3. Lerntrend: Learning-on-Demand

Verfügbarkeit - Lernen on Demand der Inhalte ist ein Kernthema der Digitalisierung - und daher auch des Lernens: Es wird erwartet, dass einerseits Weiterbildungsangebote beispielsweise über Onlineformate rasch abrufbar sind und dass andererseits der Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden sowie quer durch alle Unternehmensebenen laufend fortgeführt wird. Lernen wird so zum fortlaufenden, interaktiven Prozess.

4. Lerntrend: Interdisziplinäre Inhalte

So wie die strengen Grenzen zwischen Branchen, Abteilungen und Wissensgebieten verschwimmen und verschwinden, braucht es auch beim Lernen neue Ansätze, die unterschiedliche Disziplinen vereinen und verknüpfen. Abteilungen wie Entwicklung, Marketing, Sales und Finanzen sollen gemeinsam an innovativen Lösungen arbeiten, daher sollten sie auch gemeinsam Wissen erarbeiten. Mitarbeiter eines Unternehmens können so besser voneinander lernen, formeller und informeller Austausch wird zum fixen Bestandteil des Lernens. "Die Kompetenz, seine eigenen Weiterbildungsangebote gezielt einsetzen zu können, wird nicht nur zu einem zentralen wirtschaftlichen Faktor, der über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidet, sondern auch zum wichtigen Asset am Arbeitsmarkt: Jene, die das Lernen als entscheidenden Faktor verstehen und einsetzen, sind für Mitarbeiter attraktiv", ist Kleinhanns-Rollé überzeugt.

Aufgerufen am 23.03.2019 um 05:46 auf https://karriere.sn.at/karriere-ratgeber/fort-weiterbildung/lerntrends-der-zukunft-wie-lernt-man-im-digitalen-zeitalter-62456893

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