Fort & Weiterbildung

Große Nachfrage nach Gesundheitsausbildungen

Yoga ist besonders beliebt. Viele Beschäftigte bilden sich auch in puncto Ernährung oder Massage weiter.

Gefragt: Massagekurse.  SN/shutterstock/microgen
Gefragt: Massagekurse.

Mit Anfang Oktober hat die dritte Phase der Kurzarbeit in Österreich begonnen. Die Bundesregierung setzt für das kommende Halbjahr verstärkt auf Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten, die sich in Kurzarbeit befinden. An den Weiterbildungsinstituten ist bereits ein steigendes Interesse an Kursen spürbar. Ein besonders gefragter Bereich ist die Gesundheit. Viele Beschäftigte wollen oder müssen sich beruflich umorientieren. Andere nehmen Fortbildungen in Anspruch, um zusätzliche Kompetenzen zu erwerben.

Massageausbildung sehr gefragt

Sigrid Mösenlechner ist eine davon. Sie arbeitet seit Langem in der Langzeitpflege und hat unlängst eine berufsbegleitende Massageausbildung an der Vitalakademie Salzburg auf Gut Aiderbichl gemacht. "Da ich schon mein komplettes Berufsleben im medizinischen Bereich tätig bin, fügt sich die Massage ergänzend hinzu. In meiner Arbeit haben wir die Massage in den Tagesablauf implementiert", so Mösenlechner. Das neue Angebot fördere den Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner. Langfristig strebt die Kursabsolventin an, sich selbstständig zu machen. Das haben auch weitere Kolleginnen und Kollegen vor, die mit Mösenlechner die Massageausbildung gemacht haben. "Ich will zuerst angestellt als Masseur arbeiten und später im Idealfall in einer eigenen Praxis", so ein Absolvent. Die Ausbildung habe er schon länger machen wollen. "Ich habe sie gemacht, als ich endlich die finanziellen Mittel dafür hatte", sagt der ehemalige Kellner.

Zahlrieche Kurse im Gesundheitsbereich

Bis zum nächsten Frühjahr ausgebucht sind an dem Weiterbildungsinstitut bereits die Yogakurse. Im Herbst starten 30 neue Kurse, angefangen beim Fitness- und Gesundheitstrainer über den Lebens- und Sozialberater bis hin zum diplomierten Ernährungstrainer. Die vom Landesgericht Linz im Februar 2020 für gesetzeswidrig befundenenen irreführenden Geschäftspraktiken habe man umgehend behoben, betont man in der Vitalakademie. Auch rund um die Ausbildung zum Ernährungstrainer scheint ein Rechtsstreit geklärt zu sein. Der VKI hatte gerichtlich beanstandet, dass die Vitalakademie in der Werbung für ihren Lehrgang nicht ausreichend darüber aufklärte, dass Ernährungstrainer keine individuelle Beratung in Ernährungsfragen durchführen dürfen, da dies Ernährungsberatern vorbehalten ist. Das Oberlandesgericht Graz hat jedoch inzwischen klargelegt, dass Ernährungstrainer nur keine persönlichen Ernährungsanalysen durchführen oder Allergien und Unverträglichkeiten orten dürfen.

Quelle: SN

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