Arbeitswelt

Wie erreicht man junge Jobsuchende am besten?

Die Situation ist vielen Unternehmen bekannt:Ein neuer Mitarbeiter wird gesucht, doch wie schaut erfolgreiche Kommunikation im modernen Recruiting aus?

Um die junge Generation zu erreichen, nutzen viele Firmen bereits Social-Media-Plattformen. SN/shutterstock/maxx-studio
Um die junge Generation zu erreichen, nutzen viele Firmen bereits Social-Media-Plattformen.

Doch bei welcher Generation ist der Weg über das Inserat überhaupt erfolgreich? Oder erreicht man die Generationen Y und Z wirklich nur mehr über Social-Media-Kanäle? Stellenanzeigen haben sich vielfach auf Onlineportale verlagert und sind auch immer mehr auf Social-Media-Plattformen zu finden. Viele Unternehmen nutzen mittlerweile die sozialen Medien und schalten Stelleninserate durch sogenannte Storys, sodass man die Anzeige sieht, auch wenn man gar nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle ist.

Social-Media-Kanale für die Mitarbeitersuche nutzen

Im internationalen Bereich nutzen 186 Millionen Menschen aktiv Snapchat und eine Milliarde Instagram. Jedoch entdecken laut Personalagentur Iventa viele Firmen erst jetzt das große Potenzial für das Recruiting. "Mit diesen Plattformen erreicht man mittlerweile bereits fast alle Generationen, die sich aktuell im Erwerbsprozess befinden. Im Jahr 2018 konnten wir hier ganz klar unsere Spezialistenrolle noch weiter ausbauen", so Silke Kurtz, Director für den Bereich Employer Branding bei Iventa. Im Fokus steht die spezifische Rekrutierung: Personaler setzen auf zielgruppenorientierte Ansprache. Das bedeutet, auch zu wissen, wie man die jungen Generationen erreicht. Denn je jünger die Zielgruppe, desto mehr zählen visuelle Erlebnisse. Die ganz Jungen sind vor allem auf Plattformen wie Instagram, Snapchat und YouTube unterwegs. Aber auch LinkedIn und Xing werden vermehrt genutzt. Visuelle Inhalte wie Fotos und Videos stehen an erster Stelle. Das Zeigen von Bildern, damit Kandidaten sehen, was sie im neuen Job erwartet, oder das Nutzen von Emojis, um der Sprache der Zielgruppen zu folgen, sind wichtige Bestandteile der Kommunikation im modernen Recruiting.

Das Leben der jungen Generation findet online statt

Auch authentische Kurzgeschichten statt sachlicher Anzeigentexte erlangen Aufmerksamkeit und wecken Interesse. Wer zu Generation Z zählt, also nach 1999 geboren ist, ist mit digitaler Kommunikation aufgewachsen und das Leben findet online statt. "Bei der Wahl des Jobs geht es der Generation Z weniger um Status oder Geld, sondern um gutes Arbeitsklima, Ausgewogenheit, Flexibilität und Spaß im Beruf", fasst Martin Mayer, Managing Partner von Iventa, die Beweggründe zusammen. "Die Recruiting-Kommunikation sollte den Inhalt und den richtigen Kommunikationskanal passend zu dem Alter der Zielgruppe wählen und auf eine dynamische attraktive Art die Generation Z auf den - ihnen vertrauten - Kanälen ansprechen", so Mayer weiter zur Kommunikation mit der jungen Generation. "Wir sehen, dass sich jüngere Menschen mehr Hintergrundinformationen über den Arbeitgeber erwarten. Das muss nicht zwingend im Inserat selbst sein, ein Link mit weiterführenden Informationen, Bildern oder Videos kommt hier sehr gut an. Und die junge Generation hat weniger Geduld mit Floskeln. Aber das tut allen Inseraten sehr gut - egal für welche Zielgruppe diese sind", sagt Kurtz.
Es sollte hinsichtlich der Zielgruppe auf die passenden Tools gesetzt werden. "In manchen Branchen machen auch ganz klassische Stelleninserate in der Zeitung Sinn. Will man ganz junge Menschen erreichen, ist beispielsweise Instagram eine zielführende Option", so Mayer abschließend.

MEHR JOBS. MEHR AUSWAHL. AUS SALZBURG.

Stetig informiert und gut beraten. Abonnieren Sie jetzt kostenlos den karriere.SN-Newsletter der „Salzburger Nachrichten“.

Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 23.02.2020 um 03:06 auf https://karriere.sn.at/karriere-ratgeber/arbeitswelt/wie-erreicht-man-junge-jobsuchende-am-besten-78413650

Kommentare

Schlagzeilen