Arbeitswelt

Rauchen am Arbeitsplatz - Was ist erlaubt und was nicht ?

Rauch am Arbeitsplatz ist bei den meisten Österreichern nicht gewünscht. Doch wie lautet die gesetzliche Regelung zum Thema Rauchen am Arbeitsplatz?

Der Arbeitnehmer hat dafür zu sorgen, dass Nichtraucher nicht vom Rauch belästigt werden.  SN/unsplash
Der Arbeitnehmer hat dafür zu sorgen, dass Nichtraucher nicht vom Rauch belästigt werden.

Während die Regierung nun das Raucherverbot in der Gastronomie durchgesetzt hat, sieht die Situation in anderen Branchen ganz anders aus. Hier ist es vor allem der Arbeitnehmerschutz, der dafür sorgt, dass Nichtraucher nicht vom Rauch beeinträchtigt werden dürfen.

Das bekannte "Raucherkammerl" ist erlaubt

Ganz allgemein gilt, dass Arbeitgeber dafür zu sorgen haben, dass nicht rauchende Arbeitnehmer vor den Einwirkungen von Tabakrauch am Arbeitsplatz geschützt sind, soweit dies nach der Art des Betriebes möglich ist. Ist eine ausreichende Zahl von Räumlichkeiten in der Arbeitsstätte vorhanden, können Arbeitgeber einzelne Räume einrichten, in denen das Rauchen gestattet ist, sofern es sich nicht um Arbeitsräume handelt und gewährleistet ist, dass der Tabakrauch nicht in die mit Rauchverbot belegten Bereiche der Arbeitsstätte dringt und das Rauchverbot dadurch nicht umgangen wird. Das klassische "Raucherkammerl" bleibt also weiterhin erlaubt. Aufenthalts-, Bereitschafts-, Sanitäts- und Umkleideräume dürfen nicht als Raucherräume eingerichtet werden.
Das Raucherkammerl gibt es auch in der Variante "Raucherkabine". So heißt es laut Sozialministerium: Für Arbeitsstätten sind daher solche Lösungen analog möglich, wenn die Rauchverbote gemäß § 30 ASchG eingehalten werden (Arbeitsstätte, Aufenthalts-, Bereitschafts-, Sanitäts- und Umkleideräume). Raucherkabinen können bei korrekter Aufstellung, Betrieb und Wartung somit als "Raucherräume" angesehen werden. Der typische Einsatzort dieser Kabinen wären demnach Foyer- und Lobbybereiche mit einer räumlichen Distanz zu Arbeitsräumen und Aufenthaltsräumen der Arbeitnehmer.

Generelles Rauchverbot im Betrieb nur mit Betriebsvereinbarung

Ein einseitiges generelles Rauchverbot im Betrieb darf die Unternehmensleitung hingegen nur in Umsetzung der geltenden Gesetze vornehmen. Rauchverbote dürfen auch verhängt werden, wenn es mit der Arbeitsleistung zu tun hat, also etwa beim Arbeiten mit brandgefährlichen Stoffen. Der Nichtraucherschutz kann jedoch im Einzelfall darüber hinaus gehen, denn es können schärfere oder generelle Rauchverbote im Betrieb im Weg einer Betriebsvereinbarung umgesetzt werden.

Die Mehrheit der Österreicher stimmt für ein Rauchverbot am Arbeitsplatz

Eine neue Umfrage bestätigt, dass die meisten Österreicher ohnehin keinen Rauch am Arbeitsplatz wünschen: Soll in Unternehmen generelles Rauchverbot herrschen? Das Ergebnis dieses Online-Votings fällt eindeutig gegen den blauen Dunst aus. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer und der Unternehmensvertreter findet, dass Rauch in geschlossenen Räumen am Arbeitsplatz gar nicht geht.

Aufgerufen am 19.08.2019 um 05:55 auf https://karriere.sn.at/karriere-ratgeber/arbeitswelt/rauchen-am-arbeitsplatz-was-ist-erlaubt-und-was-nicht-73279825

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