Arbeitswelt

Networking - Was Netzwerken wirklich bringt

Zwei Drittel der Österreicher bauen gern ihre Kontakte aus. Sie wollen Neues lernen und versprechen sich mehr Erfolg im Berufsleben.

Netzwerke bieten Sicherheit und wertvolle Informationen für die eigene Karriere.  SN/shutterstock/elymas
Netzwerke bieten Sicherheit und wertvolle Informationen für die eigene Karriere.

Sabine TschalyjIn Zeiten des rapiden Wandels tun berufliche Netzwerke als Absicherung gut. Wie die Marktforschung Toluba jüngst im Auftrag des Berufsnetzwerks LinkedIn erhob, fühlen sich mehr als 70 Prozent der Österreicher dank ihres beruflichen Netzwerks besser gegen Schnelllebigkeit, Komplexität und Unsicherheit abgesichert. Drei von zwei Befragten (67 Prozent) bauen ihre Kontakte gern aus. Unter deutschen Arbeitnehmern war dies in der Umfrage nur bei 47 Prozent der Fall.

Netzwerker wollen Neues lernen und sich von Menschen inspirieren lassen. Darüber hinaus versprechen gute Netzwerke mehr Erfolg im Berufsleben. Sie können Perspektiven aufzeigen und Orientierung bieten. 82 Prozent der rund 1000 Befragten gaben an, dass sie Netzwerken im beruflichen Kontext sehr wichtig finden. Dem Großteil (82 Prozent) der Gruppe, die gern netzwerkt, fällt das auch besonders leicht. 21 Prozent beschrieben es wie "Fahrradfahren mit Rückenwind". Dem Netzwerken wird generell große Bedeutung zugemessen. Sogar aus der Gruppe jener, denen Netzwerken nicht so leicht fällt, bemühen sich 20 Prozent darum, regelmäßig neue Kontakte zu knüpfen.

Drei Faktoren für ein wertvolles Netzwerk

Faktor 1: Der Zufall
Beim Netzwerkaufbau mischt meistens der Zufall mit. Zielgerichtet und strategisch gehen die Sache nur 21 Prozent der Befragten an. Zum Vergleich: In Deutschland sind es laut der Umfrage überhaupt nur zwölf Prozent. "Ein heterogenes Netzwerk mit beruflichen und sozialen Kontakten erhöht die Chancen auf verschiedene Perspektiven und Wissen und auf den nächsten Karriereschritt", schildert Christian Stegbauer, Netzwerkforscher an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Faktor 2: Nutzung des Branchennetzwerks
Als Erfolgsfaktoren für Netzwerker nennt Stegbauer zunächst die Nutzung des Branchennetzwerks. Auf Tagungen können sich Teilnehmer über Trends und Entwicklungen austauschen, die alle betreffen. Auch Vielfalt will im Netzwerk gelebt werden. Neue Ideen entwickeln Netzwerker auch gut mit Personen, die anders sind als sie selbst oder aus anderen Branchen stammen.

Faktor 3: Schwächere Kontakte
Als dritten Erfolgsfaktor bezeichnet es der Netzwerkforscher, "schwächere Kontakte" auszubauen. Im engeren Freundeskreis haben alle dieselben oder zumindest ähnliche Informationen. Lose Bekannte verfügen dagegen über Informationen, die im direkten Umfeld nicht verfügbar sind.

Quelle: SN

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