Arbeitswelt

Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt

Wie funktioniert die Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt? Ein neues Projekt soll Hindernisse analysieren und Lösungswege aufzeigen.

Neben der Sprache, stellen auch die traditionellen Rollenbilder noch ein großes Problem für die Einglieder der Frauen in die Arbeitswelt dar. SN/www.bilderbox.com
Neben der Sprache, stellen auch die traditionellen Rollenbilder noch ein großes Problem für die Einglieder der Frauen in die Arbeitswelt dar.

Eine wesentliche Basis für ein selbstbestimmtes Leben ist die Teilnahme am Arbeitsmarkt. Aus diversen Gründen sind Frauen mit Migrationshintergrund deutlich seltener erwerbstätig als die weibliche Bevölkerung Österreichs.

Traditionelle Rollenbilder sind nach wie vor präsent

Sprachprobleme und polemische Aussagen, wie "Frauen gehören an den Herd", die auf einem traditionellen Rollenverständnis basieren, gelten als Gründe dafür. Oftmals wird dieses Rollenbild mit Geflüchteten und Muslimen verbunden. Es ist aber auch unter Österreichern zu finden. Mit dieser Thematik beschäftigt sich nun ein Projekt der Fach- und Forschungsstelle für Migration, Integration und interkulturelle Bildung der Caritas Oberösterreich, der Fachhochschule Oberösterreich und der Johannes Kepler Universität Linz (JKU).
Fakt ist laut ihrer Angabe, dass insbesondere geflüchtete Frauen aus Afghanistan vielfältige Hürden überwinden müssen, um in der österreichischen Berufswelt Fuß zu fassen. "Auf Basis der Erkenntnisse dieses Forschungsprojekts sollen afghanische Frauen zielgruppengerecht auf dem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. Sie sollen ihre Chancen ergreifen und ihrer Schlüsselrolle gerecht werden können", erklärt Daniela Wetzelhütter vom Department für Gesundheits-, Sozial- und Public Management der FH Oberösterreich.

Männliche Flüchtlinge lassen sich leichter ins Berufsleben integrieren

Die Integration geflüchteter Frauen verlief in der Vergangenheit weniger erfolgreich als die Eingliederung geflüchteter Männer. Sonja Falkner-Matzinger, JKU Linz, meint dazu: "Es gilt geschlechterspezifische Hürden und andere hindernde Faktoren für einen Arbeitsmarktzugang geflüchteter Frauen aus Afghanistan zu identifizieren." Der Informationsstand zur Lage weiblicher Flüchtlinge sei ihrer Meinung nach noch ausbaufähig. Ziel des Projekts ist es in jedem Fall, Frauen mit Fluchterfahrung mehr Aufmerksamkeit zu schenken und diese beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Das Projekt läuft noch bis Ende März 2020.

Aufgerufen am 19.08.2019 um 06:06 auf https://karriere.sn.at/karriere-ratgeber/arbeitswelt/integration-gefluechteter-frauen-in-den-arbeitsmarkt-74807260

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