Arbeitswelt

Berufsunfähigkeit: Gegen Berufsaus vorsorgen

Jede vierte Arbeitskraft in Österreich wird berufsunfähig. Das Bewusstsein dafür fehlt jedoch: Versichert sind die wenigsten.

Berufsunfähigkeit betrifft immer mehr Sparten.  SN/Rido - stock.adobe.com
Berufsunfähigkeit betrifft immer mehr Sparten.

Die meisten Menschen bauen ihr ganzes Leben auf ihrem Erwerbseinkommen auf. Wie prekär das sein kann, zeigen die Zahlen: 25 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher werden bis zu ihrem 60. Geburtstag zumindest kurzfristig berufsunfähig, können also aufgrund von Krankheit, körperlichem Verfall oder wegen eines Unfalls ihren derzeitigen Job mindestens sechs Monate lang nur zu maximal 50 Prozent ausüben.

Nur wenige Österreicher:innen sind gegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit versichert

Gegen Berufsunfähigkeit versichert sind hierzulande trotzdem nur zwei bis fünf Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und das, obwohl das Risiko der Berufsunfähigkeit durch die steigende psychische Belastung in der Bevölkerung wächst.

Tritt der schlimmste Fall ein, fallen Lohn oder Gehalt weg

Hinzu kommen mögliche weitere finanzielle Belastungen, beispielsweise für eine intensive medizinische Versorgung oder umfangreiche Umbaumaßnahmen. Bei Selbstständigen ist die Absicherung sogar noch wichtiger, da in der Regel keine oder nur eine geringe staatliche Absicherung im Falle der Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit vorhanden ist.

Egal in welchem Berufsfeld jemand tätig ist: Sich frühzeitig mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung auseinanderzusetzen ist entscheidend - für den Online-Versicherungsmanager Clark Österreich ist sie sogar eines der sinnvollsten Versicherungsprodukte im Portfolio. Jedoch: "Es fehlt am entsprechenden Problembewusstsein für mögliche Schadenfälle, sprich Einkommensverluste", sagt Philip Steiner, Geschäftsführer von Clark Österreich. Das Unternehmen, das 2015 in Deutschland gegründet wurde, ist seit Anfang 2020 in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien aktiv. Mehr als 500.000 Kundinnen und Kunden nutzen mittlerweile die intelligenten Algorithmen und die individuelle Expertenberatung von Clark. Rund sieben Prozent davon haben in den vergangenen zwei Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen - deutlich mehr als im Österreich-Schnitt. "Aber Aufklärung und Information zur Berufsunfähigkeitsversicherung sollten unbedingt massiv forciert werden", unterstreicht Steiner.

Was sind Gründe für Berufsunfähigkeit?

Die Gründe für einen längeren Arbeitsausfall sind vielseitig. Rund ein Drittel der Betroffenen leidet an psychischen Krankheiten wie Burn-out oder Depressionen. Bereits vor der Pandemie war gut die Hälfte in Österreich von einem Burn-out betroffen, gefährdet oder zeigte Symptome einer Depression, wie eine repräsentative Umfrage des Sozialministeriums zeigt. Eine Studie der Donau-Universität Krems zeigt, dass sich die psychische Gesundheit der österreichischen Bevölkerung seit Beginn der Pandemie immer weiter verschlechtert. Andere Ursachen sind Nervenkrankheiten, körperliche Ursachen, organische Ursachen oder Krebserkrankungen.

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